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Natürlich hat alles mal wieder etwas länger gedauert, als ich gedacht hatte. Den letzten Blogeintrag hatte ich schon letzte Woche fertig. Nur habe ich immer vergessen, ihn einzutragen. So blogge ich heute zum einen Teile des alten und schreibe aber in einem schon was Neues, es hat sich ja doch wieder einiges getan. Hier also erst mal der alte Part: Ich hatte ja schon angekündigt, dass wir übers Wochenende nach Olympos wollten. Damit ihr wisst, wie es war, heute schon der nächste Eintrag. Wir sind Samstag Morgen losgefahren. Um 8.30 sollten wir alle am Hotel sein. So reibungslos ging das alles natürlich nicht über die Bühne: bis dahin hatten wir schon den Kühlschrank abtaufertig gemacht, Cecile hatte den Zucker in der ganzen Küche verteilt, ich die halbe Milch und Jimmy die Hälfte der Klamotten vergessen. Aus dem Aufwach-Spaziergang wurde also ein gehetztes „Dem Dolmus Hinterherrennen“. Darin hat Cecile sich dann gleich noch ihren Kaffee über die Hose gekippt. Um 8.35 angekommen, waren wir natürlich die Ersten. Tuna, als Organisator, sollte/wollte um 8.15 da sein. Als er um 9 da war, konnte es dann losgehen. In den berühmten Holzhäusern konnten wir wegen des Klimas nicht schlafen (zu kalt). So waren wir in der Luxusversion: Holzhütten mit Klo, Klimaanlage und Fenstern. Da habe ich mir eins mit Cecile geteilt. Ich weiß gar nicht, ob ich schon von ihr geschrieben habe. Sie ist jedenfalls die neue italienische Studentin, die auch hier in der Wohnung lebt und mit mir zusammen in der gleichen Fakultät ist. Nettes Mädchen, redet aber ununterbrochen. Auch nachts um 2... Nach einem Frühstück sind wir dann nach Olympos selbst gewandert. War schon sehr nett und mal anders als die anderen antiken Städte. Dafür gab es aber nicht so viele Dinge zu sehen. Toll war auch das Meer, an das Olympos angrenzt, so dass wir uns für eine Stunde sonnen konnten, denn das Wetter war wieder mal toll. Dann aber begann eine neue Tuna-Story. Den kennen mittlerweile wohl alle als netten, nur leider unfähigen Koordinator. Dieses Mal wollte er uns das Schloss zeigen, welches auf dem Berg war. Nachdem wir eine halbe Stunde lang durch den Wald getigert sind, merkte er dann, dass es da nicht weiter geht. Woran hat er es gemerkt? Der „Weg“ war zuende. Den Weg hatten wir uns vorher aber schon freikämpfen müssen, es gab ihn nämlich einfach nicht. Nur war dann eben plötzlich da ein Abgrund im Wald. Der Berg war nämlich von einem Wald bedeckt. Sämtliche Ideen, einen Notruf zu starten wurden auch schnell verworfen. Der hätte nämlich ungefähr so ausgesehen: wir sind umgeben von Bäumen in der Mitte des Berges. (Tuna zufolge hatten wir uns aber nicht verlaufen...). Also gab es nur eine Möglichkeit: alle zurück und wieder bei null anfangen. Dabei kamen wir zum dritten Mal bei irgendwelchen Hippies vorbei (ich will nicht wissen, was die von uns dachten) und dann ging es wieder los. Anweisung dieses Mal: am Meer einen kleinen Weg in den Wald hoch. Hm, jaaa, genau das hatten wir gerade schon mal gemacht. Dieses Mal haben wir aber Schilder gefunden, auf denen das Castle ausgeschildert war. Dann haben wir Tuna erklärt, dass wir nach links gehen, wenn die Pfeile nach links zeigen und nicht nach rechts. Er wollte es uns nicht glauben, hat es ausprobiert und uns dann recht gegeben. Abends sind wir noch nach Chimera gefahren. Da kommt irgendein natürliches Gas aus der Erde, durch das von alleine Feuer entfacht wird. Sehr nett und romantisch. Sonntag sind wir dann gleich nach dem Frühstück wieder nach Antalya gefahren, wo ich mit Magda (neu, aus Polen) und Cecile in einen Hamam gegangen bin. Sehr toll, sehr entspannend und bestimmt empfehlenswert. Am besten hat es uns gefallen, als es einen Stromausfall gab und wir nur noch Kerzen hatten. Das war richtig romantisch dann. Nun der neue Teil: Das Semester hat angefangen und so kommen auch nach und nach alle neuen Erasmusstudentinnen da. Letzte Woche ist auch Caroline aus Montpellier angekommen. Wir verstehen uns ganz gut und so haben wir uns spontan entschlossen, zusammen zu ziehen. Der Monat war langsam rum und so musste auch ich bei Jimmy und Co wieder ausziehen. Auf einmal hatten wir dann drei Möglichkeiten: Fulia aus dem International Office hat noch ein Zimmer frei, welches wir uns hätten teilen müssen. Das schien auf den ersten Blick sehr gut: wir könnten Türkisch lernen und es wäre nicht so teuer. Dafür ist die Wohnung aber in der Innenstadt, wir müssten also jeden Tag einen Bus zur Uni nehmen und außerdem müssen wir Betten kaufen und wie gut es gehen würde, für vier Monate ein Zimmer zu teilen, ist auch fraglich. Dazu kam noch das Angebot der „neuen“ ErasmusWG mit Cecile, Aurora, Eliska, Aga und Magda. Unter deren Wohnung ist noch eine frei, die wir hätten haben können. Das wäre alles sehr toll gewesen und bestimmt irrsinnig lustig. Die Wohnung haben wir nie gesehen. Wir haben nur einmal Aurora und Cecile dorthin begleitet und gleich beschlossen, sie nicht zu wollen: Die war völlig außerhalb von allem: Stadtzentrum und Universität. Vor allem bis zur Uni braucht man ca. 45 Minuten und das ist mir doch was zu weit, wenn ich morgens um 9.30 an der Uni sein muss. Dazu können wir abends nie rausgehen, weil wir immer ein Taxi brauchen und bis zu der Gegend ist es recht teuer. Da kam uns dann Sakeenas Angebot wahnsinnig gelegen. Die Wohnung wäre nämlich gleich an der Uni und wir bräuchten kein Bett zu kaufen. Das wäre der Fall gewesen bei Fulias Wohnung. Donnerstag Abend konnten wir uns die Wohnung ansehen und ich habe mich gleich verliebt. Die Wohnung ist sooo toll. Voll möbliert und sogar noch schön. Das ist in der Türkei doppelt bemerkenswert. Dabei war mir auch der Preis egal. Es ist die teuerste Lösung, aber immer noch im Rahmen, den ich mir gesetzt hatte. So sind wir dann Samstag umgezogen und ich fühle mich jetzt schon pudelwohl. Sakeena ist übrigens eine Englischlektorin hier an der Uni (sozusagen Antalya’s Eddie), kommt aus Kalifornien und hatte sich auch gleich in die Wohnung verliebt, weil sie sie so sehr an Zuhause erinnert. Da wir CNN haben und das den ganzen Tag läuft, fühle ich mich 100%ig wie in Amerika, wenn ich hier bin. Nachdem ich den ganzen Samstag mit Umziehen beschäftigt war, sind wir Sonntag nach Kemer gefahren. Nach meinen zwei ersten Besuchen da hatte ich es nicht in so guter Erinnerung. Dieses Mal war es aber anders und sehr schön: wir (Sakeena und ich) sind mit Esra, ihrer besten Freundin, und deren Familie gefahren, haben ein Picknick gemacht und sind dann noch in einen Folklorepark gegangen, in dem das Leben in der Türkei von vor 200 Jahren (oder so) dargestellt wird. Abends haben wir noch zu zweit Sakeenas Unterricht vorbereitet. Ihr hilft es und mir bringt es was für meine Nachhilfe, wenn ich dann wieder mal in Deutschland bin. Spaß machen tut es noch dazu. Freitag waren wir zusammen im Kino und haben Blood Diamond gesehen. Sogar etwas von den türkischen Untertiteln habe ich was verstanden. Aber zurück zum Film: Es war kein Freitag-Abend-Popcorn-Film, aber sehr gut. Einer der besten Filme seit langem. Nur krass, wenn man dran denkt, dass alles einen realen Hintergrund hat. Und nebenbei noch: Zum ersten Mal sieht Leonardo Di Caprio gut aus, auch der wird also mal erwachsen. Das war aber sicher mal genug. Zu viel wahrscheinlich, aber es dauert wohl wieder bis zum nächsten Mal, lasst euch also Zeit mit dem Lesen
7.2.07 13:08
 


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